Neuer Hallenboden nach 30 Jahren

Die gute Nachricht aus Düsseldorf kam am Dienstagnachmittag ein wenig überraschend: Der TV Roetgen erhält aus dem NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ 150.000 Euro zur Erneuerung des Schwingboden der vereinseigenen Halle an der Rosentalstraße, wie die Staatskanzlei mitteilte.

„Das hat uns zu diesem Zeitpunkt sehr überrascht, aber auch sehr gefreut“, erklärte Vorstandsmitglied Laurin Melms dazu. Vor rund 30 Jahren errichtete der größte Sportverein im Südkreis Aachen an der Rosentalstraße seine erste vereinseigene Halle, da die Belegzeiten in der gemeindlichen Halle neben dem Rathaus für das wachsende Sportangebot nicht mehr ausreichten. Mittlerweile bietet der TVR den knapp 2000 Mitgliedern in seinen neun Abteilungen jede Woche in beiden Hallen an die 90 Sportangebote von Fitness bis Mannschaftssport, von Kampftechnik bis Indoor-Cycling. In der eigenen Dreifachhalle traten jedoch in den letzten Jahren vermehrt Probleme mit dem Boden auf, der in den drei Hallenteilen unterschiedlich aufgebaut ist. Aus diesem Grunde beantragte man im Oktober 2019 einen Zuschuss aus dem einmaligen Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“, welches Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung sowie zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen fördert. Insgesamt 300 Millionen Euro standen im Rahmen des Programms zur Verfügung, wovon dem TV Roetgen nun exakt 150.025 Euro (85 Prozent der Investitionssumme) zugesagt wurden.

Ursprünglich hatte der Verein die Baumaßnahme für die kommenden Sommerferien vorgesehen, um die Ausfallzeiten zu gering wie möglich zu halten. Nun aber wird der Bodentausch durch eine Fachfirma um ein Jahr auf Sommer 2021 verschoben. „Nach der auch für unsere Mitglieder sehr langen Corona-Pause beginnen wir am kommenden Dienstag wieder mit dem Sport- und Trainingsbetrieb in unserer Halle. Da möchten wir die Halle nicht in vier Wochen gleich wieder für acht Wochen schließen müssen“, erklärt Laurin Melms, der auch für die Vereinsentwicklung zuständig ist.

Somit werden Abbau-, Neubau- und Markierungsarbeiten im Sommer 2021 über die Bühne gehen, also auch in der Spielpause der Handballer und Volleyballer. „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten“, kommentierte die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, die Zuschusszusage.

Einen Schritt weiter ist man indes schon beim neuen Beachvolleyballplatz, der neben der Halle entstehen soll und für den am Dienstag der Auftrag erteilt wurde. Der Bau des 27 x 16 Meter großen, umzäunten Sandfeldes, das auch alle anderen Abteilungen werden nutzen können, ist mit 60.000 Euro veranschlagt, von denen 20.000 Euro aus der Gemeinde-Sportpauschale beigesteuert werden.

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Foto: Heiner Schepp