Stromausfall in Roetgen – wohl doch höhere Gewalt Ursache

Die Ursache für den Stromausfall in der Gemeinde Roetgen am Freitag ist laut dem Verteilnetzbetreiber Westnetz kein Kabelbruch an der Mühlenstraße. Diese Information hatte dieser Zeitung am Sonntag vorgelegen.

Wie Pressesprecherin Edith Feuerborn jedoch am Montag auf Nachfrage mitteilte, seien Äste oder Ähnliches in eine 20.000-Volt-Freileitung zwischen der Lensbachstraße und der Hahner Straße geflogen, woraufhin es dort einen Kurzschluss gegeben habe. Das Stromnetz habe dann selbstständig mit einer Abschaltung reagiert, wodurch es zu einem Kurzschluss an einem 20.000-Volt-Kabel zwischen der Bahnhofstraße und der Roetgen-Therme an der Bundesstraße gekommen sei, die in der Nähe der Mühlenstraße liegt.

Die Störung begann um 15.54 Uhr. „Ab 16.55 Uhr waren die ersten Kunden wieder versorgt, sukzessive wurden die anderen hinzugeschaltet“, erklärte Feuerborn. Um 17.44 Uhr waren dann wieder alle in Roetgen mit Strom versorgt.

Ob für Betroffene Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden könnten, dazu konnte Feuerborn keine Angaben machen. Nur so viel: „Wir gehen derzeit von Sturmschäden aus. Das ist höhere Gewalt.“ Sicherlich könne aber jeder, der sich betroffen fühle, ein Schreiben an die Westnetz schicken.

Die Feuerwehr Roetgen war in Folge des Stromausfall zu zwei Einsätzen ausgerückt, erklärte Wehrführer Joachim Wynands. Der Keller der Roetgen-Therme und der eines Wohnhauses waren mit Wasser vollgelaufen und mussten leergepumpt werden. An der Behebung des Schadens an der Stromleitung war die Feuerwehr jedoch nicht beteiligt.

 

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Foto: S. Papas

Ein flächendeckender Stromausfall hat am Freitagnachmittag Teile der Gemeinde Roetgen betroffen. Auch die Notrufe fielen aus, die Feuerwehr ging in Bereitschaft. Ursache war vermutlich ein Baum, der auf eine Freileitung stürzte.

Kurz vor 16 Uhr fiel in Rott und Mulartshütte das Netz komplett aus. Das Gebiet von Roetgen war zu etwa 30 Prozent betroffen, schätzte der Leiter der Roetgener Feuerwehr Joachim Wynands.

Auch die Festnetz-Telefonleitungen waren betroffen, somit auch der Notruf. Die Feuerwehr besetzte deshalb die Gerätehäuser in Rott und Roetgen, um Hilfsgesuche entgegennehmen zu können. Ein Einsatzfahrzeug wurde in der Ortsmitte von Mulartshütte positioniert, um als Anlaufpunkt bereit zu stehen. Tatsächlich mussten während der folgenden anderthalb Stunden in der Roetgen-Therme und einem Wohngebäude ansteigendes Grundwasser abgepumpt werden.

Kurz vor 17 Uhr wurden Nutzer der Katastrophen-App „Nina“ für Smartphones über die Panne informiert. „Der Energieversorger arbeitet mit Hochdruck an der Behebung des Problems“, hieß es. Ein Sprecher des zuständigen Unternehmens, der Westnetz GmbH, erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, vermutlich sei ein Baum die Ursache gewesen, der auf eine Freileitung zwischen Mulartshütte und Rott gestürzt war. Hinzugekommen sei eine zweite Störung im Bereich Roetgen-Bahnhofsstraße.

Nach rund anderthalb Stunden gingen in Roetgen dann die Lichter nach und nach wieder an. Insgesamt seien rund 500 Haushalte mit etwa 2000 Einwohnern betroffen gewesen, sagte der Sprecher.

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