Unser Team:UWG RoetgenUnser Motto: L(i)ebe Dein Dorf

DANKE an 1147 Stimmen

Die CDU, vor fünf Jahren noch mit 30,63 Prozent und neun Mandaten stärkste Kraft in Roetgen, verliert nicht nur satte 9,41 Prozentpunkte.  Der Stachel sitzt bei den Christdemokraten tiefer: Nur noch fünf Sitze haben sie im Rat, das einzige Direktmandat darunter hat Fraktionschef Michael Seidel in Rott/Mulartshütte gezogen. Der macht keinen Hehl aus der Enttäuschung. „Vielleicht lag es doch daran, dass wir auf einen Bürgermeister-Kandidaten als Zugpferd verzichtet haben.“ Besonders bedauert Seidel, dass der Generationswechsel nicht goutiert wurde. Die jungen CDU’ler verpassten den Erfolg in ihren Wahlbezirken.

Nicht minder schmerzen dürfte, dass die früheren Parteifreunde Wolfgang Schruff und Bernd Vogel ihre damaligen Wahlbezirke nun für die UWG Roetgener Bürger ziehen. Sie wird mit 23,38 Prozent – ein Plus von 4,5 Punkten – drittstärkste Kraft im Gemeinderat. Eine bittere Pille muss die wortgewandte Fraktionschefin Silvia Bourceau schlucken und ihren Wahlbezirk mit einer Differenz von fünf Stimmen abgeben an Norbert Feder (SPD). Im Gegenzug nimmt Jochen Krott mit 63 Stimmen Vorsprung Michael Wynands den bisher von der CDU gehaltenen Bezirk ab.

https://wahlen.regioit.de/1/km2020/05334024/html5/Ratswahl_NRW_81_Gemeinde_Gemeinde_Roetgen.html

„Eine Bestätigung unserer guten Arbeit für Roetgen“, sieht Bourceau in dem Ergebnis ihres Vereins. Sie kündigt noch am Abend an, „unser bewährtes Engagement“ fortzusetzen: „Weiter so wie bisher“, sagt Bourceau.

Und auch Berhard Müller sieht die Grünen „auf dem richtigen Weg“. Ihr Ergebnis zeige, dass die Themen richtig gesetzt sind und von den Roetgenern als wichtig empfunden werden. Es ist das beste Resultat, dass die Partei in ihrer Geschichte feiern kann. Exakt 1300 Stimmen bescheren ihnen 26,5 Prozent. Die wichtigste Kraft am „Tor zur Eifel“ sind die Grünen. Das wird deutlich unterstrichen durch den Umstand, dass erstmals in ihrer Geschichte gleich fünf Direktmandate erzielt werden konnten: Christa Henners, Silke Jüttner, Bernhard Müller und Ingrid Karst-Feilen gewinnen frühere CDU-Wahlkreise sowie Elke Schreiber den bisherigen SPD-Bezirk von Bernd Freialdenhoven.

Bleibt noch Roland Meyer. Der Liberale hat den Sprung in den Gemeinderat über die Liste geschafft, ist aber nunmehr Einzelkämpfer. 143 Stimmen bescheren der FDP 2,92 Prozent und somit ein Minus von zwei Punkten sowie den Verlust eines Mandates. Gleichwohl kündigt Meyer an, „weiterhin eine deutliche liberale Stimme im Rat“ zu sein.

Nach bisheriger Rechenlehre sitzen im Roetgener Gemeinderat nunmehr sieben SPD-, fünf CDU- und ein FDP-Mitglied auf der einen sowie sieben Grüne und sechs UWGler auf der anderen Seite. Beim Patt von 13 zu 13 Stimmen kommt Bürgermeister Korma Klauss das entscheidende Votum in kritischen Abstimmungen zu – die gab es bislang mehrfach.

 

 

https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/eifel/jorma-klauss-gewinnt-klar-und-die-entscheidende-stimme_aid-53327139